Die meisten Menschen kaufen ihr Kissen nach Gefühl. Dabei lässt sich ziemlich genau beschreiben, was ein Kissen leisten muss — und das hängt vor allem an einer Sache: wie du liegst.
Es geht um einen Abstand
Ein Kissen hat eine simple Aufgabe. Es füllt den Raum zwischen deinem Kopf und der Matratze so aus, dass dein Nacken die Verlängerung deiner Wirbelsäule bleibt und nicht abknickt. Wie gross dieser Raum ist, hängt von deiner Lage ab — und der Unterschied ist grösser, als man denkt.
Auf der Seite: der grösste Abstand
Seitenschläfer haben es am schwersten. Zwischen Ohr und Matratze liegt die ganze Schulterbreite — je nach Statur zehn bis fünfzehn Zentimeter. Ist das Kissen zu flach, sackt der Kopf nach unten. Ist es zu hoch, wird er nach oben gedrückt. Beides endet in derselben Schieflage, nur in die andere Richtung.
Dazu kommt der Arm. Viele Seitenschläfer schieben ihn unter das Kissen oder unter den Kopf — und heben damit den Kopf ungewollt zusätzlich an. Ein Kissen, das seitlich Platz für den Arm lässt, löst dieses Problem, ohne dass man sich umgewöhnen muss.
Auf dem Rücken: deutlich weniger
In Rückenlage ist der Abstand viel kleiner — der Hinterkopf liegt fast auf. Hier braucht es weniger Höhe, dafür Stütze genau unter dem Nacken, damit der Kopf nicht seitlich wegkippt. Ein Kissen, das für die Seitenlage gebaut ist, kippt den Kopf in Rückenlage oft zu weit nach vorne.
Auf dem Bauch: fast keiner
Bauchschläfer brauchen am wenigsten Höhe. Der Kopf liegt seitlich gedreht, der Abstand zur Matratze ist minimal. Jedes Zuviel an Höhe verstärkt hier die Drehung im Nacken. Viele Bauchschläfer schieben ihr Kissen deshalb intuitiv zur Seite — ein gutes Zeichen dafür, dass es zu hoch ist.
Und wer die Lage wechselt?
Die meisten Menschen bleiben nicht die ganze Nacht in einer Position. Genau deshalb haben wir das SleepFit so entwickelt, dass es mehrere Zonen hat: eine seitliche Einbuchtung mit Armauflage für die Seitenlage, einen stützenden Mittelbereich für den Rücken und eine flachere Zone für die Bauchlage. Du wechselst die Position — nicht das Kissen.
Das ist eine Beschreibung der Bauweise, kein Heilversprechen. Was ein Kissen leisten kann und was nicht, haben wir in einem eigenen Beitrag zur Forschungslage aufgeschrieben.
Der ehrlichste Test
Stell dich seitlich vor einen Spiegel, so wie du schläfst. Bildet dein Nacken eine gerade Linie mit der Wirbelsäule? Dann passt die Höhe. Knickt er nach oben oder unten ab, stimmt sie nicht — unabhängig davon, wie bequem sich das Kissen im Liegen anfühlt.
Und weil sich das im Stehen nie ganz beurteilen lässt: Bei uns hast du 30 Nächte Zeit, es im eigenen Bett herauszufinden.