Aufgeschlagene Fachliteratur zum Thema Schlaf und Kissenergonomie

Was die Forschung über die Wirkung von Kissen auf Nackenschmerzen zeigt

Zwei kontrollierte Studien, zwei unterschiedliche Ergebnisse – und warum wir trotzdem genau wissen, wofür das SleepFit gut ist.

Aufgeschlagene Fachliteratur zum Thema Schlaf und Kissenergonomie

Wer nach einem Kissen gegen Nackenschmerzen sucht, stösst schnell auf grosse Versprechen. Wir gehen es anders an und schauen, was die Forschung tatsächlich hergibt — auch dort, wo die Antwort überrascht.

Die Ausgangslage: erstaunlich wenig gesicherte Erkenntnis

Kissen begleiten uns ein Drittel unseres Lebens. Man würde meinen, ihre Wirkung auf den Nacken sei gründlich erforscht. Das ist sie nicht. Es gibt einzelne gute Studien, sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, und keine davon erlaubt den Schluss, dass ein bestimmtes Kissenmodell das beste sei.

Das ist kein Nachteil für dich — im Gegenteil. Es hilft zu wissen, worauf du bei den Versprechen anderer achten solltest.

Was eine kontrollierte Studie gezeigt hat

Die derzeit aussagekräftigste Untersuchung stammt von einer italienischen Forschungsgruppe um Carla Vanti, veröffentlicht 2019 in der Fachzeitschrift Physical Therapy. 64 Personen mit chronischen, unspezifischen Nackenschmerzen schlossen die Studie ab. Eine Gruppe erhielt ein ergonomisches Federkissen, die andere eine Schulung zu Haltung und Schlafverhalten.

Das Ergebnis fiel deutlich aus: In der Kissengruppe verbesserten sich 69,3 Prozent der Teilnehmenden, in der Schulungsgruppe 39,4 Prozent. Gemessen wurden weniger Nackenschmerzen, weniger Schmerzen im Brustwirbelbereich, weniger Kopfschmerzen sowie eine bessere Schlafqualität.

Ein passendes Kissen kann also einen Unterschied machen. Das ist die gute Nachricht — und sie ist ordentlich belegt.

Was dieselbe Studie einschränkt

Die Autorinnen und Autoren benennen ihre Grenzen selbst, und zwar sehr offen. Weder Teilnehmende noch Behandelnde waren verblindet. Ob die Kissen wirklich jede Nacht benutzt wurden, liess sich nicht überprüfen. Langzeitdaten fehlen.

Der für uns wichtigste Satz steht am Ende: Ob ein Federkissen besser wirkt als andere ergonomische Kissen, sei bislang nicht untersucht.

Deshalb wirst du bei uns nirgends lesen, das SleepFit sei wissenschaftlich belegt wirksam. Es ist ein anderes Kissen mit einem anderen Aufbau. Wer eine solche Studie für sein eigenes Produkt in Anspruch nimmt, dehnt sie über das, was sie hergibt — und das machen wir nicht mit.

Und eine Studie, die zur Vorsicht mahnt

Fast zeitgleich untersuchten Susan Gordon, Karen Grimmer und Petra Buttner Menschen mit nachgewiesenem Verschleiss an der Halswirbelsäule. Ihre Pilotstudie erschien 2019 im European Journal of Physical and Rehabilitation Medicine.

Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass Latex- und Polyesterkissen die morgendlichen Nackenbeschwerden in der Allgemeinbevölkerung spürbar verbessern. Bei Personen mit bestehendem Bandscheibenverschleiss liess sich dieser Effekt nicht reproduzieren.

Die Erklärung ist plausibel: Ein Kissen verändert die Lage von Kopf und Nacken. Wo die Ursache tiefer liegt, stösst diese Veränderung an ihre Grenzen. Ein Kissen ist eben ein Kissen — und genau als solches sollte man es beurteilen.

Was sich daraus ableiten lässt

Die Fachliteratur ist sich in einem Punkt einig: Um den Einfluss von Kissen zuverlässig zu messen, bräuchte es Studien mit über 400 Teilnehmenden. Solche Studien gibt es bisher nicht. Deshalb lässt sich kein bestes Kissenmodell benennen — von niemandem, für kein Produkt.

  • Ein passendes Kissen kann bei unspezifischen Nackenbeschwerden helfen. Eine kontrollierte Studie stützt das.
  • Welche Bauform am besten wirkt, ist offen.
  • Komfort lässt sich beurteilen — und zwar am besten von dir selbst, in deinem Bett.

Warum wir trotzdem überzeugt sind

Wir hätten diesen Beitrag auch weglassen können. Dass wir ihn schreiben, hat einen Grund: Wir verkaufen ein Komfortprodukt, kein Medizinprodukt — und du sollst genau wissen, was du bekommst.

Überzeugt sind wir vom SleepFit aus einem anderen Grund als aus Studien. Wir haben es über Monate entwickelt, selbst getestet und immer wieder überarbeitet, bis die Form für alle drei Schlaflagen funktioniert hat: die seitliche Einbuchtung mit Armauflage, der stabile Mittelbereich für den Rücken, die flachere Zone für Bauchschläfer.

Und wir hören zu, was zurückkommt. In unserer Kundenbefragung gaben 75 Personen nach vier Wochen Nutzung Auskunft — 97 Prozent von ihnen berichteten von weniger Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Das sind Selbstauskünfte und keine Studie. Aber es ist das, was für uns zählt.

Schlaf ist individuell — deshalb dieses Versprechen

Gerade weil sich aus der Forschung kein bestes Kissen ableiten lässt, glauben wir nicht an eine Lösung für alle. Was für die eine perfekt sitzt, ist für den anderen zu hoch oder zu fest.

Darum bekommst du bei uns 30 Nächte Zeit. Passt das SleepFit nicht zu dir, bekommst du dein Geld zurück — unkompliziert. Und wenn du unsicher bist, welche Variante zu deiner Schlaflage passt: Unser Team in der Schweiz ist für dich da und sucht mit dir eine persönliche Lösung.

Das ist unsere Antwort auf eine Forschungslage, die keine eindeutige gibt.

Quellen

  • Vanti C, Banchelli F, Marino C, Puccetti A, Guccione AA, Pillastrini P: Effectiveness of a "Spring Pillow" Versus Education in Chronic Nonspecific Neck Pain: A Randomized Controlled Trial. Physical Therapy, 2019, Band 99, Heft 9. Volltext lesen
  • Gordon SJ, Grimmer KA, Buttner P: Pillow preferences of people with neck pain and known spinal degeneration: a pilot randomized controlled trial. European Journal of Physical and Rehabilitation Medicine, 2019, Band 55, Heft 6, Seiten 783–791. Studie auf PubMed

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