Nahaufnahme einer schlafenden Frau bei ruhiger Atmung durch die Nase

Nasenatmung im Schlaf: Was belegt ist und was nicht

Die Nase filtert, wärmt und befeuchtet – der Mund tut nichts davon. Was Studien zu Nasenpflastern zeigen, und wo ihre Grenzen liegen.

Nahaufnahme einer schlafenden Frau bei ruhiger Atmung durch die Nase

Atmen wirkt wie eine Sache, über die man nicht nachdenken muss. Im Schlaf entscheidet sich aber ziemlich viel daran, ob die Luft durch die Nase oder durch den Mund kommt.

Was die Nase kann und der Mund nicht

Die Nase ist kein blosser Durchgang. Sie filtert Partikel, wärmt die Luft auf Körpertemperatur an und befeuchtet sie, bevor sie die Lunge erreicht. Der Mund überspringt all das. Wer nachts durch den Mund atmet, kennt die Folgen: trockener Hals am Morgen, spröde Lippen, das Gefühl, zu wenig getrunken zu haben.

Dazu kommt die Mechanik. Bei offenem Mund sinkt der Unterkiefer nach hinten, und der Zungengrund wandert mit. Die Atemwege werden enger — und ein engerer Kanal erzeugt mehr Geräusch. Deshalb schnarchen Mundatmer häufiger.

Was Studien zu Nasenpflastern zeigen

Externe Nasendilatatoren — also Pflaster, die die Nasenflügel von aussen anheben — sind vergleichsweise gut untersucht. Sie verringern messbar den Widerstand in der Nase.

Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie an Personen mit chronischer nächtlicher Nasenverstopfung verglich zwei Pflastertypen mit einem wirkstofflosen Placebo-Streifen über zwei Wochen. Beide echten Pflaster schnitten bei der Schlafzufriedenheit signifikant besser ab als das Placebo.

Wo die Grenze liegt

Ein Punkt gehört dazu, auch wenn er unbequem ist: In Untersuchungen bei ausgeprägtem Schnarchen wurde vereinzelt eine Verschlechterung des Apnoe-Hypopnoe-Index beobachtet. Ein Nasenpflaster ist deshalb kein Mittel bei Schlafapnoe, und wir positionieren es auch nicht so.

Was es kann: die Nase freier machen, wenn sie der Engpass ist. Was es nicht kann: eine verlegte Nase heilen oder eine Atemstörung behandeln.

Wie unsere Produkte da hineinpassen

Wir haben zwei Wege im Sortiment, und beide setzen an unterschiedlichen Stellen an.

Das AirStrip arbeitet von aussen an der Nase und macht den Weg frei, damit mehr Luft aufgenommen werden kann. Das SleepTape arbeitet am Mund und unterstützt, dass die Atmung überhaupt erst den Weg über die Nase nimmt. Wichtig dabei: Unser Pflaster ist luftdurchlässig. Wenn du bewusst durch den Mund atmen willst oder musst, geht das jederzeit — es hält die Lippen sanft zusammen, es verschliesst sie nicht.

Beides sind Komfortprodukte. Sie machen eine Gewohnheit leichter und unterstützen, jedoch behandeln sie nichts.

Was du selbst prüfen kannst

Wach mit trockenem Mund auf? Das ist der deutlichste Hinweis auf nächtliche Mundatmung. Bekommst du tagsüber durch die Nase schlecht Luft, liegt der Engpass wahrscheinlich dort — dann ist ein Nasenpflaster der nähere Ansatz. Ist die Nase frei und der Mund trotzdem offen, ist es eher Gewohnheit.

Was bei dir wirkt, findest du am ehesten heraus, indem du es probierst. Deshalb gilt auch hier: 30 Nächte, und bei Fragen ist unser Team in der Schweiz für dich da.

Quellen

  • Effects of nasal dilator strips on subjective measures of sleep in subjects with chronic nocturnal nasal congestion: a randomized, placebo-controlled trial. Allergy, Asthma & Clinical Immunology, 2018. Volltext lesen
  • Clinical Effectiveness of Nasal Dilators in Sleep-Disordered Breathing: A Systematic Review and Meta-Analysis. Übersichtsarbeit lesen

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